Oldenburgische Identität: Tagung zur Oldenburgischen Regionalgeschichte
Unter dem Titel „Oldenburg: Mythos – Tradition – Geschichtsbilder" veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Landes- und Regionalgeschichte der Oldenburgischen Landschaft am 28. und 29. November eine Tagung im Niedersächsischen Landesarchiv in Oldenburg. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Oldenburgischen Landschaft beleuchteten 12 Referentinnen und Referenten das Thema der regionalen Identität.
Wie definiert sich oldenburgische Identität? Wie verhält es sich damit in den verschiedenen Landesteilen des Odenburger Landes im Laufe der Geschichte? Wie ausgeprägt ist das regionale Bewusstsein anderer niedersächsischer Regionen? Und gibt es so etwas wie eine niedersächsische Identität? Die Ergebnisse der Tagung sind nach Veröffentlichung in einem Tagungsband detailliert nachzulesen.
Ergänzt wurde die 9. Tagung zur Oldenburgischen Regionalgeschichte am Freitagabend durch einen öffentlichen Vortrag von Dr. Eike Lossin im Oldenburger Schloss. Das Landesmuseum Kunst & Kultur gab einen Einblick in die geplante Neukonzeption der landesgeschichtlichen Ausstellung. Im Anschluss diskutierten Dr. Anna Heinze, Prof. Dr. Uwe Meiners und Dr. Thomas Vogtherr, moderiert von Prof. Dr. Dietmar von Reeken, über die Möglichkeiten und Grenzen von musealer Repräsentation regionaler Identität.
Welche Aufgaben die gewonnenen Erkenntnisse für Historiker/innen und Landschaftsverbände bedeuten, war Gegenstand der angeregten Abschlussdikussion am Samstagmittag. Klar wurde, Identifikationsanker gibt es viele. Die Landschaften können sich dafür einsetzen, ihre Wirkung integrativ zu gestalten, damit regionale Identität nicht als Ausgrenzung verstanden wird.
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Oben: Prof. Dr. Antje Sander (Jever) bei ihrem Vortrag „Das Jeverland: von der friesischen Häuptlingsherrschaft zum selbstbewussten Landesteil", Foto: Merle Bülter, Oldenburgische Landschaft |